Routinen – Warum Routinen Gold wert sind

Routinen geben unserem Tag einen Rahmen. Ein gutes Fundament, aus dem wir gestärkt, fokussiert und voller Elan in den Tag starten können. Sie verschaffen uns kleine Ruhe-und Energieinseln im Tagesverlauf.

Ist eine Routine unabdingbar, um fokussiert zu arbeiten?

Nein – aber Sie schafft uns gerade im Arbeitsalltag zu Hause und mit Kindern eine super Grundvoraussetzung und wir sorgen bewusst in bestimmten Zeitspannen für Selbstfürsorge und das ist unserer Meinung nach unabdingbar, um gestärkt und mit Weitblick zu leben.
Sobald wir Routinen wirklich etabliert haben und es so normal geworden ist, wie das Zähneputzen morgens und abends, ist es ein Raum in dem unser Geist zur Ruhe kommt, sich neu ausrichtet und wir in die Verbindung gehen mit unserer inneren Stimme.
Reflektion, Neu-Ausrichtung und Verbindung mit unserer inneren Stimme ist nur möglich wenn wir uns Raum für uns nehmen. Routinen ermöglichen diese bewusste Rückzugsmomente.

Routinen sind unabdingbar, wenn wir stetig in Selbstfürsorge, Reflektion und Verbindung mit uns gehen wollen.

Was sind Routinen?

Routinen sind sich wiederholende Rituale am Morgen, und über den Tag verteilt, mit der Absicht Ordnung zu schaffen. In unserem Fall Ordnung in unserem Geist, unserer Seele und auch in unserem Körper.

Finde dein WARUM

Wie mit allen Dingen in unserem Leben, die wir versuchen wollen neu zu integrieren, muss man sein WARUM finden. Wenn man diesen Grund für sich gefunden hat, ist es wichtig, diesen für sich zu Visualisieren und für seinen Geist Hervorzuholen, wenn es nötig ist. Gerade wenn es darum geht morgens seinen „Schweinehund“ zu überlisten. Der Geist mag keine Veränderungen, er mag es, wenn alles so bleibt wie gehabt und wir unsere Komfortzone nicht verlassen. Er wird sich viel einfallen lassen, um uns davon abzuhalten ins Wachstum zu gehen. Das ist ein Fakt, den wir uns immer wieder bewusst machen und mit einem Lächeln begegnen können, wenn der Geist uns morgens die tausend Gründe vor die Füße schmeißt, warum es besser ist liegen zu bleiben.
Visualisieren wir dieses WARUM am besten schon am Abend vorher und designen unseren Tagesstart schon im Kopf vor. Das ist dann genau das innere Bild mit dem wir unseren Geist überzeugen können, wenn er uns überzeugen will im Bett zu bleiben.
Unser Geist mag Rhythmus und gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist ein fester Termin zum Runterkommen und Raum für den Geist Gold wert.
Unsere Erfahrungen zeigen, dass sobald wir morgens aufstehen und uns zu erst etwas Gutes tun, sich innerhalb kurzer Zeit unsere innere Einstellung zum Aufstehen ändert. Auch wenn man als Morgen-Muffel eigentlich eher schwer aus dem Bett kommt, verändert sich mit einem bewussten Morgen die Motivation.
Wenn wir als Erstes am Morgen schon etwas zelebrieren, was uns nährt und stärkt, erhöhen wir schon alleine dadurch das Gefühl der Freude und des Glücks. Es stärkt eine positive Form der Disziplin, es bringt mehr Gesundheit durch einen regelmässigen Alltag und gesündere Verhaltensweisen, es macht den Körper stark und das Körpergefühl verbessert sich.
Die Entwicklung von Routinen verhilft uns auf psychologischer Ebene zu einer Energieersparnis für unser Gehirn, denn es muss nicht über jeden Schritt nachdenken. Durch die tägliche Wiederholung schaffen wir ein inneres Commitment, um uns mit uns selbst jeden Tag zu verbinden.
Wie Sharon Gannon so schön schreibt:“ Durch Wiederholung wird die Magie gezwungen, sich zu zeigen. Damit eine Praxis süße Früchte trägt, muss sie regelmäßig gemacht werden, am besten täglich. Sie sollte zu einer Gewohnheit werden, so wie Zähneputzen.

ROUTINEN MEINT KEIN STARRES KONSTRUKT

Unterschiedliche Lebenssituationen, körperliche Voraussetzungen und Schlafrhythmen erfordern auch in der Routine eine gewisse Flexibilität. Denn wichtig ist, dass wir in der hektischen und stressigen Welt feinfühlig mit uns umgehen.
Eine zeitgemässe Routine erfordert immer wieder neue Impulse, wie ein Turm aus Bausteinen, wo bestimmte Bausteine ergänzt, hinzugefügt oder herausgenommen werden ohne dass der Turm instabil wird. Schon nach einiger Zeit der Routine erhöhen wir die Feinfühligkeit dafür, was wir jeden Tag aufs Neue benötigen. So bleibt also die Routine stetig aber der Inhalt flexibel, durchlässig und frei. 
Menschen sind Gewohnheitstiere. Ein routinierter Alltag ist unserer Meinung nach ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Unser Mindset bestimmt, wie wir Routinen im Alltag gestalten, ob wir uns glücklich oder deprimiert fühlen. Deshalb ist es so wichtig den Fokus auf deine Visionen zu lenken und dir einen Ausgleich zum Alltag zu schaffen.

Fokus & Ausgleich

Um Fokus & Ausgleich im Alltag nicht zu verlieren geht es im nächsten Schritt darum, an festgefahrenen Routinen zu arbeiten, bewusst Freiräume zu schaffen und neue Gewohnheiten zu etablieren. Im Folgenden haben wir Dir einige Tipps zusammengestellt, die Dir helfen Deinen Alltag zu entschleunigen:
  • Starte entspannt in den Tag – entwickle deine persönliche Morgen-Routine. 
  • Gestalte deine Woche, so dass du dir bewusst deine Zeiten für Selbstfürsorge, Arbeit, Freizeit etc. einteilst. Nutze dafür gerne unseren Wochenplaner als Übersicht. Für uns ist es ein wertvolles Ritual für Sonntag oder Montag geworden, den Planer auszufüllen und der Woche so einen Rahmen zu geben. 
  • Bewegung! Der Schritt immer wieder vom denken ins fühlen zu kommen, funktioniert am Besten über Bewegung. Baue in deinen Tag immer wieder Bewegungspausen ein. Leichtes Stretching, Yoga, Tanzen, Spazieren gehen, Laufen.. Finde deinen Weg, um deinen Körper zu bewegen. 
  • Meditation! Praktiziere Meditation, wie eine Dusche für deinen Geist – gerne morgens wenn der Geist noch frisch und sortiert ist. Werde dir so dein Gedankenmuster bewusst und identifiziere dekonstruktive Gedankenmuster. So schaffen wir ein Bewusstsein dafür, dass wir nicht unsere Gedanken sind und lernen uns noch besser zu fokussieren. 
  • Achte ganz bewusst auf deine Umgebung und die Menschen, die dir begegnen.
  • Bereite Mahlzeiten aus frischen Zutaten zu – tue deinem Körper was Gutes.
  • Nehme Mahlzeiten bewusst ein – ohne Computer, Smartphone oder Fernseher.
  • Lerne „Nein“ zu sagen. So legst Du den Fokus auf die Dinge, die dich wirklich voran bringen. Du reduzierst Stress und steigerst gleichzeitig deine Produktivität.
  • Nutze Social Media Kanäle bewusst: Entfolge Accounts, die dir keinen Mehrwert bieten.
  • Trenne dich von Allem was du nicht mehr brauchst. Manche Beziehungen stellen einen Ballast für dich dar und setzen dich unnötig unter Stress.
  • Beginne mit einem Tagebuch/Journal: Ein schönes Ritual, um den Tag ohne Smartphone zu starten oder zu beenden. Schreibe in Stichpunkten auf, was dich glücklich gemacht hat und wofür du dankbar bist.
  • Zeit für dich ist wichtig. Nimm deshalb nicht jede Einladung und Verabredung an, wenn du ohnehin einen vollen Terminkalender hast.
  • Lass den Tag entspannt zu Ende gehen. Entwickle eine Abend-Routine, die dir hilft die Eindrücke des Tages zu verarbeiten. Ein meditativer Mondgruß oder eine entspannende Yoga Nidra Session löst bewusst Anspannung und Enge in deinem Körper auf und beendet den Tag mit einem Gefühl von Weite in Körper und Geist. Zu unserer Abend-Routine gehört je nach Gemütszustand eine Power Yoga Session, um überschüssige Energie in Bewegung zu verwandeln, Yin Yoga, um  einen Ausgleich zum schnelllebigen Alltag zu schaffen, oder auch mal ein simples Abendessen mit der Familie, um sich bewusst zu machen was im Leben wirklich zählt.
All das sind unsere Impulse und bieten dir eine Palette an Möglichkeiten, um mehr Raum für Selbstfürsorge und Ausgleich zu schaffen und dann auch wieder mehr Fokus zu bekommen für die Aufgaben, die auf dich warten. 
Von Zeit zu Zeit bieten wir Workshops zum Thema Routinen an. Schreib uns gerne an, wenn du Unterstützung bei dem Thema brauchst.